
Während bei der Fußball-WM jede Mannschaft ihre Strategie kontinuierlich an neue Spielsituationen anpasst, stehen auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor der Herausforderung, sich auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel oder neue gesetzliche Anforderungen verändern Arbeitsprozesse in nahezu allen Branchen. Doch viele Unternehmen holen sich Unterstützung erst dann, wenn der Veränderungsdruck bereits groß ist.
„Im Fußball wartet niemand bis zur 89. Minute, um seine Taktik zu überdenken. Genau so sollten Unternehmen Veränderungen möglichst früh gestalten – nicht erst, wenn Prozesse stocken oder die Belastung zu groß wird“, sagt Andrea Michel, Ansprechpartnerin der INQA-Beratungsstelle (IBS) Lüneburg.
Mit dem Förderprogramm INQA-Coaching unterstützt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kleine und mittlere Unternehmen dabei, Veränderungsprozesse gemeinsam mit ihren Beschäftigten zu gestalten. Bis zu 80 Prozent der Beratungskosten werden gefördert.
Veränderung gemeinsam gestalten
Im INQA-Coaching stehen nicht fertige Lösungen im Mittelpunkt. Vielmehr entwickeln Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden und einem autorisierten INQA-Coach passgenaue Antworten auf ihre individuellen Herausforderungen. Häufig bewegen sich diese in den Themenfeldern Zukunft und Strategie, Arbeitsorganisation, Führung und Zusammenarbeit sowie Personalpolitik und Qualifizierung.
„Für die Förderung ist wichtig, dass ein Bezug zur Digitalisierung besteht“, erläutert Andrea Michel. „Das bedeutet aber nicht, dass jedes Unternehmen sofort eine neue Software einführen muss. Digitalisierung kann selbst das Veränderungsthema sein, sie kann helfen, bestehende Herausforderungen zu lösen oder Veränderungen begleiten, die durch neue digitale Anforderungen entstehen.“
Digitalisierung ist oft Mittel zum Zweck
Ein typisches Beispiel: In einem Unternehmen funktionieren die Abläufe grundsätzlich, doch die Einsatzplanung, die interne Kommunikation oder die Weitergabe von Wissen kosten zunehmend Zeit und verursachen unnötigen Abstimmungsaufwand. Gemeinsam mit den Beschäftigten wird im Coaching analysiert, wo Verbesserungen möglich sind und welche Lösungen sinnvoll sind. Das kann der Einsatz digitaler Werkzeuge sein – muss es aber nicht. Entscheidend ist, dass der Veränderungsprozess offen gestaltet wird und die entwickelte Lösung zum Unternehmen passt.
Ebenso unterstützt INQA-Coaching Unternehmen, die bereits konkrete Digitalisierungsvorhaben planen, beispielsweise den Einsatz von KI-Anwendungen, die Einführung digitaler Prozesse oder die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen wie der E-Rechnung. Häufig zeigt sich dabei, dass nicht nur Technik eingeführt wird, sondern auch Arbeitsabläufe, Rollen und Zusammenarbeit neu gedacht werden müssen.
Früh handeln statt später reagieren
Nach den Erfahrungen der INQA-Beratungsstelle profitieren Unternehmen besonders dann, wenn Veränderungsprozesse frühzeitig begleitet werden.
„INQA-Coaching kann in einer akuten Belastungssituation entlasten, bestehende Strukturen stabilisieren oder Veränderungen von Anfang an begleiten. Gerade der präventive Ansatz wird häufig unterschätzt. Es muss keine Krise vorliegen, damit Unternehmen von einem Coaching profitieren“, so Andrea Michel.
Unternehmen können sich unverbindlich an die bundesweit eingerichteten INQA-Beratungsstellen wenden. In einem kostenfreien Erstgespräch werden die Fördervoraussetzungen erläutert und individuelle Fragestellungen besprochen.
Denn wie bei einer erfolgreichen Fußballmannschaft gilt auch im Unternehmen: Nicht der Zufall entscheidet über den Erfolg, sondern eine gute Vorbereitung, die richtige Strategie und ein starkes Team.
Kontakt
Andrea Michel
INQA-Beratungsstelle (IBS) Lüneburg
🌐 Informationen zum Förderprogramm INQA-Coaching
https://www.inqa.de/DE/angebote/inqa-coaching/uebersicht.html
🌐 INQA-Beratungsstellen Niedersachsen
https://www.demografieagentur.de/inqa-coaching-2/
🌐 Bundesweite Übersicht der INQA-Beratungsstellen
https://www.inqa.de/DE/angebote/inqa-coaching/beratungsstellen/uebersicht.html


